Am kürzeren Ende der Sonnenallee

Description: Sonnenallee – den Film hab ich nie gesehen, werde ich aber auch demnächst mal nachholen. Von Thomas Brussig hatte ich bereits Helden wie wir gelesen und da ich ja im Moment ein bißchen, wie heißt das so schön, ostalgisch bin, hat mich das Hörbuch natürlich angesprungen. Die Sonnenallee verläuft mitten durch Berlin, halb gehört sie zum Westen, halb zum Osten. Am kürzeren Ende lebt Micha zusammen mit seiner Familie und seinen Freunden. Halbwüchsige, die eigentlich nur Frauen und Musik im Kopf haben. Micha ist verliebt in Miriam, die sich eigentlich eher für Wessis interessiert, Micha schmachtet. Das Buch ist lustig, verzweifelte Versuche sich an Miriam ranzuschmeißen, großartig.
Thomas Brussig
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Helden wie wir

Description: Helden wie wir wurde von der Kritik als »heiß ersehnter Wenderoman« gefeiert und machte den Autor Thomas Brussig schnell bekannt. Mit beißender Satire behandelt das Werk Hierarchien und Vorbilder der ehemaligen DDR.
Inhalt: Der Ich-Erzähler Klaus Uhltzscht behauptet von sich, er allein habe die Berliner Mauer zu Fall gebracht. Auf die Frage eines Reporters der New York Times, wie ihm dies gelungen sei, erzählt er seine Lebensgeschichte. Uhltzscht wird am 20. August 1968, dem Tag des Einmarschs der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei, geboren. Er wächst im Ostteil Berlins auf, wo seine Familie in einer Wohnung direkt gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit lebt. Von seinem Vater wird Klaus für einen Versager gehalten, die hygienebewusste Mutter tritt seinem erwachenden Interesse am Geschlechtlichen mit einer lustfeindlichen Tabuisierung entgegen. Dabei interessiert sich Klaus nahezuzu ausschließlich für seine sexuelle Entwicklung: Die stete Sorge um sein zu klein geratenes Glied bildet den zentralen Bezugspunkt seiner Existenz.
Als Erwachsener wird Uhltzscht zum gewissenhaften Mitarbeiter der Staatssicherheit und rettet 1989 Erich Honecker durch eine Bluttransfusion das Leben. Während der Demonstrationen am 4. November desselben Jahres stürzt er und verletzt sich an seinem Geschlecht, das sich als Folge der notwendigen Operation immens vergrößert. Am 9. November ist Uhltzscht dabei, als sich Menschenmassen vor dem Grenzübergang an der Bornholmer Straße versammeln und dessen Öffnung fordern. Er beobachtet die vergeblichen Versuche der Anwesenden, die Grenzbeamten zu überzeugen. Einem plötzlichen Einfall folgend entblößt Uhltzscht sein Glied und nutzt den Moment ungläubigen Staunens bei den Grenzern, um das Gitter aufzustoßen. Nicht das Volk bewirkte die Grenzöffnung, sondern allein Klaus Uhltzscht – so will es der Bericht des Erzählers.
Thomas Brussig
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